Über mich

Mein erster Berufswunsch war es, Krankenschwester zu werden.
Schon früh war in mir dieser innere Impuls, Menschen dabei zu begleiten, gesund zu werden – ihnen nahe zu sein, sie zu unterstützen, Halt zu geben. Mit der Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin (1991 – 1994) gab mir die Schulmedizin dafür ein solides Fundament an Wissen und Struktur. Und zugleich spürte ich bald, dass Gesundheit mehr ist als das Behandeln von Symptomen.

Mein Körper wusste oft früher Bescheid als mein Verstand.
Als ich nach den Geburten meiner drei Kinder sehr bald wieder zu arbeiten begann, meldete er sich deutlich. Intensiv. Unüberhör/-überspürbar. Rückblickend war es kein Zeichen von Schwäche, sondern ein deutlicher Hinweis. Ich entschied mich, auszusteigen – und tauchte ganz ein in diese kostbare Zeit mit meinen wundervollen Kindern. Eine Zeit des Wachsens und der Herausforderung, des Daseins und des Chaos, vor allem aber des tiefen Verbundenseins. In dieser Phase entdeckte ich auch meinen Weg zur Tanz- und Ausdruckstherapie.

Über Bewegung und Tanz fand ich eine neue Sprache.
Eine Sprache, die nicht erklärt, sondern spürbar macht. Eine Sprache, die dort ansetzt, wo Worte oft fehlen. In der Ausbildung zur Tanz- und Ausdruckstherapeutin (2010 – 2015) vertiefte sich mein Vertrauen in die Weisheit des Körpers: in seine Fähigkeit, Bedürfnisse zu zeigen, Grenzen aufzuzeigen, Ressourcen freizulegen und Veränderung zu ermöglichen. Viele Jahre (2013 – 2023) durfte ich diese Arbeit in der Akutpsychiatrie und der Psychiatrischen Tagesklinik aufbauen und erleben, wie Lebendigkeit und Selbstwert dadurch wieder spürbar wurden.

Das Leben stellte mir weitere Fragen.
Diesmal waren es innere Erschütterungen, die mich aufforderten, neu hinzusehen. In mir wuchs der Wunsch nach Veränderung, nach Aufrichtigkeit mir selbst gegenüber. In dieser Zeit wagte ich einen Schritt, den ich mir bis dahin nie zugetraut hatte: die Skipper-Ausbildung FB2 (2019 – 2020). Segeln wurde für mich zu einem starken Sinnbild – für Neuausrichtung und Kurs halten. Ich nahm das Steuer in die Hand, um sehr bewusst durch die bewegten Zeiten in meinem Leben zu navigieren.

Später kam Veränderung leiser und schleichender.
Körperliche und emotionale Signale, die ich lange nicht einordnen konnte, zeigten sich schließlich als Ausdruck der Wechseljahre. Wie viele Frauen erkannte auch ich den Zusammenhang erst nach und nach. Als ich begann, genauer hinzuhören, mich zu informieren und meinem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken, fand ich neue Klarheit und Besserung. Diese Erfahrung vertiefte mein Verständnis für diese besondere Lebensphase – und für die Bedeutung von Wissen, Selbstfürsorge und einer frühzeitigen, ganzheitlichen Begleitung.

Parallel dazu rückte für mich die körperliche Gesundheit auf Zellebene immer stärker in den Fokus. Denn Ganzheitlichkeit beginnt dort, wo unser Körper gut versorgt ist und somit alle lebenswichtigen Kreisläufe optimal zusammenspielen. Ernährung, Zellgesundheit und ein bewusster Lebensstil bilden für mich die Basis für innere Balance und Entwicklung.

Heute verbinde ich all diese Ebenen:
Medizinisches Fachwissen, körpertherapeutische Arbeit mit Tanz und Bewegung – sowie die Gewissheit, dass der Körper ein verlässlicher Kompass ist. Gesundheit bedeutet für mich nicht, immer stark zu sein, sondern verbunden: mit sich selbst, mit dem eigenen Rhythmus, mit dem Leben.

Ich begleite Frauen in Zeiten der Veränderung
nicht mit fertigen Lösungen, sondern mit einem sicheren Raum und feinem Gespür, damit sie ihre Klarheit wiederfinden, neue Energie spüren und sich verbunden fühlen – mit sich selbst, ihrem Körper und dem Leben, das sie gestalten möchten.